Roulette Gewinn Tabelle
Wer schon einmal am Roulettetisch stand, kennt diesen einen Moment: Die Kugel fällt, der Croupier ruft die Gewinnzahl – und man fragt sich, ob der Einsatz jetzt 35-mal oder nur 2-mal ausgezahlt wird. Die Auszahlungsstrukturen beim Roulette wirken auf den ersten Blick undurchsichtig, dabei folgen sie einer klaren mathematischen Logik. Eine Roulette Gewinn Tabelle ist das wichtigste Werkzeug, um nicht im Dunkeln zu tappen und zu verstehen, welche Wetten sich wirklich lohnen.
Die meisten Spieler konzentrieren sich blind auf eine einzelne Zahl und träumen vom großen Gewinn. Das Problem: Die Wahrscheinlichkeit, genau diese Zahl zu treffen, liegt beim europäischen Roulette bei nur 2,7%. Wer die Quoten versteht und strategisch spielt, hat mehr vom Spiel – nicht unbedingt höhere Gewinnchancen, aber definitiv mehr Kontrolle über das eigene Budget.
Wie die Auszahlungen beim Roulette funktionieren
Im Kern ist Roulette ein Spiel mit festen Quoten. Anders als bei Spielautomaten, wo die Auszahlungsrate variieren kann, sind die Gewinnchancen beim Roulette mathematisch determiniert. Das bedeutet: Jede Wette hat eine feste Auszahlung, die sich danach richtet, wie viele Zahlen von diesem Einsatz abgedeckt werden.
Der entscheidende Faktor ist die Anzahl der Taschen auf dem Rad. Ein europäisches Rouletterad hat 37 Zahlen (0-36), ein amerikanisches Rad hat 38 Zahlen (0-36 plus 00). Diese zusätzliche Doppel-Null beim amerikanischen Roulette verdoppelt fast den Hausvorteil von 2,7% auf 5,26%. Wer die Wahl hat, sollte daher immer zum europäischen Rad greifen.
Die einfache Formel hinter den Quoten
Die Auszahlungsquote berechnet sich aus dem Verhältnis der abgedeckten Zahlen zu den nicht abgedeckten Zahlen. Bei einer Wette auf eine einzelne Zahl (Straight Up) deckt man 1 von 37 Zahlen ab. Die faire Quote wäre 36:1 – aber das Casino behält die Null als Vorteil, weshalb die Auszahlung bei 35:1 liegt. Diese Differenz ist der Hausvorteil.
Roulette Gewinn Tabelle im Detail
Eine übersichtliche Gewinnübersicht zeigt genau, was bei welchem Einsatz herausspringt. Die folgende Tabelle gilt für europäisches Roulette mit 37 Zahlen:
| Wettart | Bedeckte Zahlen | Auszahlungsquote | Gewinnwahrscheinlichkeit |
|---|---|---|---|
| Straight Up (Einzelzahl) | 1 | 35:1 | 2,70% |
| Split (Zwei Zahlen) | 2 | 17:1 | 5,41% |
| Street (Drei Zahlen) | 3 | 11:1 | 8,11% |
| Corner (Vier Zahlen) | 4 | 8:1 | 10,81% |
| Six Line (Sechs Zahlen) | 6 | 5:1 | 16,22% |
| Column (12 Zahlen) | 12 | 2:1 | 32,43% |
| Dozen (12 Zahlen) | 12 | 2:1 | 32,43% |
| Rot/Schwarz | 18 | 1:1 | 48,65% |
| Gerade/Ungerade | 18 | 1:1 | 48,65% |
| Hoch/Tief (1-18/19-36) | 18 | 1:1 | 48,65% |
Wer 10€ auf eine Einzelzahl setzt und gewinnt, erhält 350€ Gewinn plus den ursprünglichen Einsatz zurück – insgesamt also 360€. Bei einer Wette auf Rot wären es bei gleichem Einsatz nur 10€ Gewinn plus 10€ Einsatz. Das Risiko-Spannungs-Verhältnis ist völlig unterschiedlich.
Chancen bei Innenwetten vs. Außenwetten
Die Unterscheidung zwischen Innen- und Außenwetten ist fundamental für jedes Roulette-Verständnis. Innenwetten (Inside Bets) beziehen sich auf die Zahlen im inneren Bereich des Tableaus – also Wetten auf spezifische Zahlen oder kleine Zahlengruppen. Außenwetten (Outside Bets) decken große Gruppen ab wie Farben, Dutzende oder Spalten.
Warum Außenwetten für Einsteiger besser sind
Bei Außenwetten mit einer 1:1-Auszahlung gewinnt man statistisch fast jedes zweite Spiel. Die Volatilität ist niedrig, was bedeutet, dass das Geld länger hält und die Sessions ausgeglichener verlaufen. Wer mit 100€ startet und konsequent auf Rot setzt, kann stundenlang spielen, ohne pleite zu gehen – vorausgesetzt, die Verlustserie ist nicht extrem lang.
Allerdings: Langfristig schlägt der Hausvorteil alle Strategien. Die Null sorgt dafür, dass selbst bei 50/50-wirkenden Wetten das Casino immer im Vorteil bleibt. Eine Gewinnchance von 48,65% bedeutet eben nicht 50%.
Besondere Regeln: La Partage und En Prison
Fortgeschrittene Spieler suchen gezielt nach Tischen mit speziellen Regeln, die den Hausvorteil reduzieren. Bei der La-Partage-Regel erhält man bei einer Wette auf einfache Chancen die Hälfte des Einsatzes zurück, wenn die Kugel auf der Null landet. Das reduziert den Hausvorteil bei diesen Wetten von 2,7% auf 1,35%.
Die En-Prison-Regel funktioniert ähnlich: Der Einsatz bleibt bei einer Null „im Gefängnis“ und wird für die nächste Runde gesperrt. Gewinnt die Wette in der Folgerunde, erhält man den Einsatz zurück – ohne Gewinn. Diese Regeln sind vor allem in französischen Casinos und einigen Online-Casinos verbreitet.
Strategien und deren Tücken
Viele Spieler versuchen, die Gewinnwahrscheinlichkeiten durch Setzstrategien zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Das Problem: Keine Strategie kann den mathematischen Hausvorteil aushebeln. Die bekanntesten Systeme sind Martingale (Verdoppeln nach Verlust) und das d'Alembert-System (schrittweise Erhöhung).
Beim Martingale-System verdoppelt man den Einsatz nach jedem Verlust, bis man gewinnt. Theoretisch funktioniert das – praktisch scheitert es an Tischlimits und dem eigenen Budget. Wer bei 5€ startet und siebenmal verliert, müsste bereits 640€ setzen. Die meisten Tische haben Limits, die diese Strategie im Keim ersticken.
Warum Systeme scheitern müssen
Unabhängig von der Setzstrategie bleibt die Wahrscheinlichkeit für jede einzelne Runde gleich. Die Kugel hat kein Gedächtnis – nach zehnmal Rot ist die Wahrscheinlichkeit für Schwarz nicht höher als zuvor. Jeder Spin ist ein unabhängiges Ereignis. Wer auf Muster wartet oder Serien erwartet, unterliegt dem klassischen Gambler's Fallacy.
Die Rolle der Null im Roulette
Die Null ist der entscheidende Faktor für den Hausvorteil. Sie gehört weder zu den roten noch zu den schwarzen Zahlen, weder zu den geraden noch zu den ungeraden. Bei allen Außenwetten bedeutet die Null einen Verlust – es sei denn, spezielle Regeln wie La Partage greifen ein.
Wer auf einzelne Zahlen setzt, muss die Zero mitbedenken. Die 0 liegt zwischen den Zahlen 26 und 32 auf dem Roulette-Kessel. Ihre Position ist nicht zufällig, sondern folgt einer spezifischen Anordnung, die die Zahlen gleichmäßig über den Kessel verteilt.
Onlineroulette vs. Spielbank
In deutschen Online-Casinos gelten die gleichen mathematischen Prinzipien wie in landbasierten Spielbanken. Der Vorteil: Die Mindesteinsätze sind oft niedriger, und man kann in Ruhe verschiedene Strategien testen. Casinos wie Vulkan Vegas oder GGBet bieten sowohl europäisches als auch französisches Roulette an, wobei letzteres durch die La-Partage-Regel die besseren Quoten bietet.
Wichtig für deutsche Spieler: Laut Glücksspielstaatsvertrag 2021 müssen Online-Slots und Roulette eine gewisse Spielerschutz-Mechanik aufweisen. Dazu gehören Panik-Buttons und Verlustlimits. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) reguliert den Markt und lizenziert legale Anbieter.
FAQ
Wie hoch ist der Gewinn bei einer Zahl beim Roulette?
Bei einer Wette auf eine einzelne Zahl (Straight Up) beträgt die Auszahlung 35:1. Wer also 10€ auf die Zahl 17 setzt und die Kugel fällt tatsächlich dort, erhält 350€ Gewinn plus den ursprünglichen 10€ Einsatz zurück – insgesamt 360€. Die Wahrscheinlichkeit für diesen Gewinn liegt beim europäischen Roulette bei 2,7%.
Was bedeutet die Null bei Außenwetten?
Die Null gehört zu keiner der einfachen Chancen. Fällt die Kugel auf Null, verlieren alle Außenwetten auf Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und Hoch/Tief. In Casinos mit der La-Partage-Regel erhält man bei einfachen Chancen die Hälfte des Einsatzes zurück. Ohne diese Regel ist der komplette Einsatz verloren.
Welche Wette hat die höchste Gewinnwahrscheinlichkeit beim Roulette?
Die Außenwetten auf einfache Chancen (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, Hoch/Tief) haben mit 48,65% die höchste Gewinnwahrscheinlichkeit. Die Quote beträgt jedoch nur 1:1, was bedeutet, dass man bei einem 10€-Einsatz genau 10€ Gewinn macht. Das Risiko ist gering, aber auch die potenziellen Gewinne sind begrenzt.
Ist amerikanisches oder europäisches Roulette besser?
Europäisches Roulette ist eindeutig besser für den Spieler. Durch die einzelne Null liegt der Hausvorteil bei 2,7%. Beim amerikanischen Roulette kommt die Doppel-Null (00) hinzu, was den Hausvorteil auf 5,26% fast verdoppelt. Die Gewinnchancen sind bei jeder Wette schlechter, weshalb erfahrene Spieler das europäische Rad bevorzugen.
Kann man mit Strategien beim Roulette gewinnen?
Keine Strategie kann den mathematischen Hausvorteil überwinden. Setzsysteme wie Martingale (Einsatzverdopplung nach Verlust) funktionieren theoretisch, scheitern aber in der Praxis an Tischlimits und begrenztem Budget. Roulette ist ein Glücksspiel, bei dem das Casino langfristig immer gewinnt. Wer spielt, sollte es als Unterhaltung betrachten – nicht als Einkommensquelle.